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Meine Top 5 Lieblingsgerichte aus Kenia
von Paula Reimann – Go’n joy Africa
Mein Name ist Paula und ich arbeite seit Januar 2026 als Afrika-Reisespezialistin bei Go’n Joy Africa. Was viele noch nicht wissen: Die meisten meiner Empfehlungen entstehen nicht aus Reisekatalogen oder Erzählungen, sondern aus mehr als vier Jahren vor Ort. Von 2018 bis 2023 habe ich in Kenia, in der Hauptstadt Nairobi, gelebt, studiert und gearbeitet. Ich hatte dort meinen Alltag, habe Freundschaften geschlossen und bin auch viel alleine durchs Land gereist. Dabei habe ich die kenianische und ostafrikanische Küche kennen und lieben gelernt.
Essen transportiert Kultur, Geschichte und historische Einflüsse. Es hilft deswegen ganz unmittelbar dabei, Menschen und Land näherzukommen. Von kleinen frittierten Snacks am Straßenrand, Gebäck zum Frühstück an einem kleinen Shop unterwegs, oder ein warmes, deftiges Mittagessen in einem ländlichen Restaurants auf einer langen Busreise. Essen und auch Kochen bedeutet Gastfreundschaft, und war für mich oft ein Moment, in dem ich mich verbunden und angekommen gefühlt habe.
Ein fester Bestandteil dieses Alltags sind die sogenannten „Hotelis“. Kleine, meist familiengeführte Lokale, die Sie an fast jeder Straße finden. Mittags stehen dort große Töpfe mit frisch gekochtem Essen auf dem Feuer. Sie schauen hinein und wählen frei aus, was Sie auf Ihrem Teller haben möchte.
Für viele Menschen sind Hotelis wichtig, weil das Essen dort sehr günstig ist. Typisch sind Reis, Bohnen, Linsen, Kartoffeln in Tomatensoße, Sukuma Wiki – ein angebratenes Blattgemüse – oder Chapati. Das Angebot wechselt, aber gekocht wird täglich frisch.
Schauen Sie bei Ihrer nächsten Kenia-Reise auf einer Fahrt aus dem Fenster und achten Sie auf die kleinen Holzbanken und einfachen Lokale am Straßenrand. Sie werden überrascht sein, wie viele „Hotelis“ Ihnen begegnen.
Diese Lokale zeigen sehr schön, wie vielfältig und lebendig die Swahili-Küche im Alltag ist. Sie ist von vielen Einflüssen geprägt, besonders von der indischen und arabischen Küche, vor allem entlang der Küste. Diese Mischung macht sie vertraut und gleichzeitig eigenständig. Meine persönlichen Top 5 sind dabei keine großen Festgerichte, sondern Gerichte, die Kultur transportieren und echte Reiseerlebnisse schaffen.
1. Samosa – Der kleine Snack, der überall dazugehört
Eine Samosa ist ein kleines, dreieckiges Teiggebäck, das in heißem Öl goldbraun ausgebacken wird. Außen knusprig, innen gefüllt. Meist mit würzigen Linsen, fein gewürfelten Kartoffeln oder gehacktem Fleisch und Zwiebeln. Warm gegessen, direkt aus der Hand.
In Kenia (und Tansania) begegnen Sie Samosas überall. An Bushaltestellen, in Städten, in Lodges oder an kleinen Straßenständen. Oft liegen sie in einer Glasvitrine, frisch zubereitet, bereit für den schnellen Hunger zwischendurch. Sie sind günstig, sättigend und leicht mitzunehmen. Für mich sind Samosas der Inbegriff von unterwegs sein. Ein kurzer Stopp, ein paar Worte mit der Verkäuferin, ein Moment Pause im Tag.
