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Reisebericht Uganda: Queen Elizabeth Nationalpark & Kazinga Channel

von Jenny Strumpf – Inhaberin von Go’n joy Africa

Der 1978 km² große Queen Elizabeth Nationalpark im Westen Ugandas wurde bereits 1952 gegründet und ist damit einer der ältesten Nationalparks Ugandas. Er erhielt seinen heutigen Namen 1954 als Queen Elizabeth Uganda besuchte. Damals war das Land noch britisches Protektorat. Er wird vom Äquator durchschnitten und bietet eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt aus tropischem Regenwald, Savanne, Buschland, Flüssen und Seen. Im Nationalpark leben etwas mehr als 100 Säugetierarten und 600 Vogelarten. Vor allem entlang des natürlichen Kazinga-Kanals versammeln sich viele Tiere. Darunter große Elefantenherden, Büffel und Flusspferde. Ein eindrucksvolles Erlebnis!

Am 11.01.2022 führt mich meine Uganda-Rundreise gemeinsam mit meinen Mitreisenden weiter in Richtung nördlichen Queen Elizabeth Nationalpark.

Lesen Sie auch meine Reiseberichte zu den vorhergehenden Rundreise-Stopps im Murchison Falls Nationalpark und im Kibale Forest.

Unser erfahrener Guide Dan wählte als Route eine landschaftlich sehr schöne Straße vorbei an den Kasenda-Kraterseen, einer Gruppe von ca. 40 bis 60 Kraterseen. Nach etwa 2,5 Stunden erreichten wir unsere Lodge – die schöne Marafiki Safari Lodge mit einem Pool, der uns einen traumhaften Ausblick in die Landschaft bot.

Wir verabredeten uns für den späten Nachmittag zu einer ersten Pirschfahrt durch den nördlichen Queen Elizabeth Nationalpark. Nach einer entspannten Mittagsruhe ging es schließlich um 16 Uhr los. Die tollen Safaris in Murchison Falls und die unvergesslichen Schimpansen-Erlebnissen sorgten für relativ hohe Erwartungen bei allen Reiseteilnehmern an die Tiersichtungen.

Wir sahen auf unserer Pirschfahrt Kob-Antilopen, Wasserböcke, Büffel und auch eine scheue Serval-Katze, die nur schwer mit der Kamera einzufangen war. Leider ist die Tierdichte in diesem Bereich des Nationalparks nicht sehr hoch – die wunderschöne Landschaft vor den Rwenzori Mountains vor der untergehenden Sonne bereiteten uns dennoch einen schönen Abend.

Pirschfahrten im Queen Elizabeth Nationalpark & Lake Bunyampaka

Am folgenden Morgen brachen wir um 06:00 Uhr erneut zu einer Pirschfahrt auf – diesmal in der Hoffnung, die für den Nationalpark typischen baumkletternden Löwen zu erspähen. Diese sollten wir jedoch erst in zwei Tagen in der Ishasha-Region des Nationalparks entdecken.

Unser Fahrer Dan und Ranger Robert zeigten uns den Lake Bunyampaka, einen Salzsee, aus dem die lokale Community in traditioneller Weise Salz gewinnt. Aufgrund der Ansiedlung lokaler Dorfgemeinschaften kommt es in dieser Region von Zeit zu Zeit zu Konflikten zwischen Mensch und Tier. Wir lauschten den Erklärungen des Rangers.

Mit steigender Sonne wurde es zunehmend wärmer – und die Tiersichtungen damit eingeschränkter. Zur Mittagszeit genossen wir daher eine Pause in unserer Lodge.

Am Nachmittag wartete schließlich das größte Highlight unserer Zeit hier auf uns:

Bootsfahrt auf dem Kazinga-Channel

Der Kazinga- Kanal ist ein wahres Naturparadies. So leben allein über 5000 Flusspferde entlang der 32 km langen Wasserstraße, die Lake Edward und Lake George miteinander verbindet. Die Seen sind nach dem Sohn der ehemaligen britischen Königin Victoria, König Edward VII., und seinem eigenen Nachfolger, König George V., benannt.

Auf einer 2-stündigen Bootsfahrt ließen wir die Landschaft an den Ufern des Channels an uns vorüberziehen. Neben den vielen Flusspferden, erwarteten uns Elefanten, Büffel, Krokodile und unzählbare Vogelarten, wie Pelikane, Eisvögel und den Schreiseeadler. An den Ufern des Kanals befinden sich außerdem Fischerdörfer, deren reges Treiben wir vom Boot aus beobachten konnten. Unsere Boots-Crew versorgte uns derweil mit Informationen rund um Flora und Fauna am Kanal.

Vervollständigt wurde unsere spannende Bootstour auf dem Kazinga-Channel während der Rückfahrt zu unserer Lodge durch Begegnungen mit einer großen Elefantenfamilie. Interessanter Fakt: In den 1980er Jahren schrumpfte der Elefantenbestand im Nationalpark durch Wilderei von 4000 Tieren auf nur noch ca. 200. Vor diesem Hintergrund verspürt man als Besucher besondere Dankbarkeit, dass heutzutage durch massive nachhaltige Bemühungen wieder etwa 3000 Elefanten hier leben.

Am Abend hatten wir uns nach diesen tollen Tiererlebnissen eindeutig ein kühles Getränk am Lagefeuer verdient.

In den nächsten Tagen nehme ich Sie in meinem Reisebericht aus Uganda mit in den Ishasha-Sektor und in die atemberaubende Kyambura-Schlucht.

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